Nachhaltige Produkte aus Seegras

Dass Seegras ein nachhaltiger und vielfältig einsetzbarer Rohstoff ist, wissen nur die wenigsten Verbraucher. Doch ein zweiter Blick auf die ehemals als nutzlos bezeichnete Wasserpflanze lohnt sich – vor allem für jene, welche die Umwelt schonen möchten.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Seegras ist ein natürlicher nachwachsender Rohstoff.
  • Seegras ist unbelastet, recyclebar und eignet sich für Allergiker.
  • Das Potenzial des nachhaltigen Rohstoffs wurde neu entdeckt.
  • Aus Seegras kann man viele Produkte herstellen, die durch positive Merkmale überzeugen.

Was Seegras auszeichnet

Seegras wächst nicht etwa auf einer Wiese oder im Ufergebiet, sondern unter dem Wasser. Taucher werden die Pflanze eventuell kennen, wenn sie regelmäßig den Meeresgrund erkunden. Das Seegras wächst nämlich vorwiegend in salzhaltigem Wasser.
Sogar in Tiefen von rund 15 Metern unter der Wasseroberfläche fühlt es sich pudelwohl – trotz wenig Licht und eher schwierigen Bedingungen.
Häufig wird das Seegras mit anderen Pflanzen verwechselt, weil es optisch sehr vielfältig ist. Die vielen Unterarten können nur echte Kenner voneinander unterscheiden.

Wo das Seegras herkommt

Das Seegras dient in erster Linie als Nahrung für Meerestiere; Menschen essen es hingegen nicht. Trotzdem gehen die Menschen in Afrika sowie in Indonesien immer mehr dazu über, das Seegras gezielt anzubauen, zu ernten und es für die Herstellung verschiedener Waren zu nutzen.
Früher glaubte man, es handle sich bei zufällig angeschwemmtem Seegras um ein Abfallprodukt, das man lediglich entsorgen kann. Gerade an Stränden waren die Menschen verärgert über das Auftauchen, weil der schöne weiße Strand vermeintlich verunstaltet wurde.
Heute weiß man: Es lohnt sich, das Seegras zu sammeln und anschließend für die Herstellung diverser sehr gefragter Produkte zu verwenden.

Warum Seegras nachhaltig ist

Seegras wächst von alleine tief unten am Meeresgrund nach. Man muss es weder düngen, noch gezielt schützen, sondern kann es in großen Mengen ernten. Und das Beste: Wenn man die Produkte nicht mehr benötigt, kann das Seegras effektiv kompostiert werde – ohne, dass es giftige Rückstände hinterlässt.
Vor allem als Dämmmaterial ist Seegras sehr beliebt, weil es so gut verträglich ist. Die Gewinnung des Seegrases ist selbst bei großen Mengen nicht kostenintensiv und dennoch ertragreich. Weil es so viel davon gibt, muss man keine Sorge haben, dass man den Tieren etwas wegnimmt.
In Deutschland wird Seegras nicht so häufig angebaut und geerntet wie in anderen Ländern. Das liegt zum einen daran, dass es vor allem in Salzwasser wächst und daher nur wenige Gebiete infrage kommen, zum anderen fehlen die passenden Anlagen für die Kompostierung.
Dass die Verarbeitung von Seegras wenig Energie verbraucht und der Rohstoff so gut verträglich für Mensch, Tier und Umwelt ist, bringt jedoch nach und nach die Industrie zum Umdenken.

Bei diesen Produkten aus Seegras lohnt sich der Kauf

Inzwischen hat sich das Seegras als alternative Verpackung seinen Namen gemacht. Anders als Kunststoff und andere wenig nachhaltige Materialien lässt es sich gut recyceln und hält zudem die Lebensmittel länger frisch.
Verpackt man Speisen mit Seegras, darf man davon ausgehen, dass sich der Geschmack nicht verändert. Zudem gibt Seegras keine Schadstoffe ab.
Neben der Verwendung als Verpackung lohnt sich der Einsatz als Tasche. Taschen aus Seegras werden kunstvoll geflochten und stechen durch ihr hübsches, naturbelassenes Aussehen aus der Masse hervor. Weil Seegras so robust ist, hält die Tasche einiges aus.
Zum Anfertigen von Untersetzern eignet sich Seegras ebenfalls, weil es so unempfindlich, haltbar und robust ist. Man kann die Untersetzer entweder für Gläser sowie Tassen verwenden oder zu größeren Vertretern greifen, die den Boden vor Kratzern durch schwere Blumenkübel schützen.

Dekorieren mit Seegras

Seegras eignet sich nicht nur zur Herstellung von praktischen Produkten wie Verpackungen, Körben und Taschen, sondern auch für dekorative Gegenstände. Es lässt sich durch die unkomplizierte Verarbeitung auf vielfältige Weise verschönern – zum Beispiel mit Deckeln, mit andersfarbig eingewebten Elementen und mit Bommeln sowie Griffen.
Wer noch nach einer Alternative zur klassischen Vase für Blumen sucht, der wird hier eventuell fündig. Besonders harmonisch sieht der natürliche Look aus, wenn man Sonnenblumen oder Gestecke mit einem hohen Grünanteil hineinstellt.
Zur dekorativen Aufbewahrung von allerlei Dingen aus dem Haushalt eignen sich Körbe ebenfalls. Man stellt sie auf einen Schrank, in die Mitte des Tisches oder in ein offenes Regal und sie sehen einfach immer gut aus.
Wer das gerne möchte, kann das Seegras kaufen und es anschließend nutzen, um selbst Dinge herzustellen. Mit ein bisschen Fantasie und Geschick entstehen auf nachhaltige Weise Dinge, an denen man sich selbst erfreut oder die man verschenkt.

Fazit: Produkte aus Seegras mit gutem Gewissen nutzen

Wer sich für Produkte aus Seegras entscheidet, wird das nicht bereuen. Nicht nur, weil der Rohstoff nachhaltig ist, sondern auch aufgrund seiner Robustheit und seiner Schönheit.